Ka
Karl
Austria
Juni 2025
4 Schlecht
Das Schiff, die Marina, alles auf kleinem Raum beisammen. Gleich daneben ein Lidl zum Bunkern. Tankstelle mit viel Platz.
Achtung bei Bootsübernahme – unsere Erfahrung mit der „Macis“ Nachdem ich eine Nacht darüber geschlafen habe, möchte ich unsere Erfahrung mit dem Charterunternehmen teilen – nach einer Woche an Bord der Macis. Wichtiger Hinweis gleich zu Beginn: Nehmt euch bei der Bootsübernahme am ersten Tag wirklich Zeit! Prüft alles ganz genau – jedes Fenster, jedes Ausrüstungsteil, jedes technische Detail. Wer nicht für Schäden aufkommen möchte, die er nicht verursacht hat, sollte hier besonders aufmerksam sein. Ursprünglich war ich bis zur Rückgabe sehr begeistert vom Ablauf und Preis-Leistungs-Verhältnis. Ich hatte das Charterunternehmen sogar in meinen sozialen Medien empfohlen – meine Beiträge erreichen mehrere hundert Kunden. Leider habe ich mich zu früh gefreut. Ich habe bereits zehn Mal selbst Boote gechartert – doch so etwas ist mir noch nie passiert. Während bei anderen Anbietern die Übergabe bereits am Freitagabend erfolgt (inklusive Funktionscheck), war hier die Übernahme erst am Samstag um 9 Uhr möglich. Ich habe dem Mitarbeiter direkt mitgeteilt, dass bei uns lediglich ein Shotglas und ein Adapter vom Wasserschlauch zu Bruch gegangen sind – dazu stehen wir selbstverständlich. Doch der Mitarbeiter begann bei der Rückgabe, auffällig genau und gezielt nach Mängeln zu suchen – darunter offenbar auch bekannte, ältere Schäden. In meiner Skipper-Kabine (die ich allein bewohnt habe) hatte er plötzlich den Fenstergriff in der Hand und erklärte, wir hätten diesen zerstört. Ich habe das Fenster die gesamte Woche nicht einmal geöffnet – leider hatte ich es aber bei der Übernahme auch nicht getestet. Zunächst dachte ich, das Problem ließe sich klären. Doch im Büro wartete bereits die nächste unangenehme Überraschung: Der Base-Manager (etwa 1,90 m groß, durchtrainiert) verschloss hinter uns die Tür – eine einschüchternde Atmosphäre. Dann die klare Ansage: Wir hätten das Fenster beschädigt und müssten zahlen, sonst gäbe es keine Rückzahlung der Kaution (1.800 €, was ich als ungewöhnlich hoch empfinde). Wir argumentierten, dass es sich offensichtlich um ein altes Kunststoffteil handelt, das durch Sonneneinstrahlung brüchig wurde, oder von vorigen Crews – ohne Erfolg. Nach längerer Diskussion legte er uns einen Preis für ein komplettes Fenster vor – 240 €. Der defekte Griff selbst hätte laut unseren Recherchen neu etwa 50 € gekostet. Mein Eindruck: Hier wird systematisch versucht, alte oder verschlissene Teile auf Kosten der Kunden zu erneuern. Auch bei einem benachbarten Boot war Ähnliches zu beobachten – dort wurden bei der Rückgabe ebenfalls plötzlich „neue“ Schäden festgestellt. Am Ende haben wir das Geld von der Kaution abziehen lassen, da schon sehr viel Zeit vergangen ist, und wir heim wollten. Beim Hinausgehen sagte ich, dass ich dort nicht mehr buchen werde – worauf der Base-Manager erwiderte: „Solche Kunden wie euch will ich sowieso nicht mehr.“ Wobei wir zwar diskutiert haben, aber niemand wurde beschimpft oder beleidigt, und wir haben sehr auf das Schiff Acht gegeben. Fazit: Wir sind uns keiner Schuld bewusst. Hätten wir tatsächlich etwas beschädigt, hätten wir es auch bezahlt – ohne Diskussion. Doch dieser Umgang mit Kunden ist für uns absolut inakzeptabel. Darum mein Rat: Nehmt euch bei der Übernahme viel Zeit, dokumentiert alles mit Fotos oder Videos, testet jedes Fenster, jeden Griff, den Außenborder etc. Nur so seid ihr im Zweifelsfall auf der sicheren Seite.

























































